Meditation zu Mabon 2007
Schließt Eure Augen und öffnet Euer Herz. .. Spürt die warmen Strahlen der Herbstsonne auf Eurer Haut. Mit jedem Temzug atmet Ihr das Licht der rotgoldenen Sonne ein.
Vor Euch seht ihr eine Treppe, die in langen Windungen einen Hügel hinab führt. Wie sieht sie aus? Ist sie aus Holz? Aus Marmor? Aus Lehm? Sind die Stufen hoch oder niedrig? Oder sind sie Breit oder flach? Vielleicht unregelmäßig? Geht diese Treppe hinab. ... Langsam... Ohne Hast.. .. Nehmt mit jedem Atemzug eine Stufe. .... Eine Stufe nach der Anderen....
Am Fuß der streppe steht Ihr an einem Kornfeld. Es sit abgeerntet, nur noch Stoppeln stehen hier. Dazwischen blüht noch eine einzelne blaue Kornblume hier und da, vielleicht auch etwas roter Mohn. Krähen streiten sich um die letzten vergessenen Ähren und Körner. ...
Betretet das Feld. .. Durchquert es. ... Spürt die Erde und die Stoppeln unter Euren Füßen. ... Spürt den Wind Wind in Eurem Haar und auf Eurem Gesicht. ... Hört den Wind. ... Was trägt er Euch zu? Hört im Wind das Rufen der Krähen. ... Sie singen vom Herbst. ...
Durch das Rufen der Vögel hört Ihr leise Wasser rauschen. Wo kmmt es her? .. Folgt dem Geräusch. ... Ihr kommt an einen kleinen Bach, der das Feld von einem herbstlichen Wald trennt. Das Wasser ist klar und kaum zwei Handbreit tief. Es fließt schnell und leise plätschernd über die ungezählten Kiesel auf seinem Grund. Bunte Blättervon den Bäumen auf der anderen Seite treieben auf den Wellen. Folgt den Blättern. Aber achtet darauf nicht ins Wasser zu treten – es ist schon eiskalt. ...
Mit der Zeit wird der Bach breiter und das Wasser tiefer. Das Murmeln wird lauter. Der Bach führt Euch nun zwischen den Bäumn hindurch. Betrachtet sie, während ihr den Windungen des Baches folgt. Wie sehen die Bäume aus? Welche Bäume sind es? Welche Formen haben die Blätter? Welche Farben? Sind sie rot, gold, braun, oder vielleicht noch grün? Tragen die Bäume Früchte? ...
Ihr steht jetzt vor einer Brücke, die den Bach überspant. ... Folgt dem Weg, der über diese Brücke führt. ... Er bringt Euch tiefer in den Wald. ... Hier ist der Herbst deutliche: Die Bäume werfen ihre bunten Blätter hinab. Sie machen sich bereit für den Winter. .. . Das Unterholz wird dichter. Es besteht aus kniehohen Büschen von wilden Rosen. Rote Hagebutten leuchten prall zwischen den grünen Blättern. ... Je Weiter der Weg in den Wald führt, umso höher werden die Büsche zwischen den Bäumen.
Hinter der letzten Biegung des Weges öffnet sich der Wald zu einer weiten Lichtung. Sie ist vom goldenen Licht der sinkenden Sonne überflutet. Bunte Blätter bilden einen weichen Teppisch auf dem Boden. Um dem Rand der Lichtung stehen Obstbäume – alle tragen ihre Früchte in Mengen: Äpfel, Kirschen, Pflaumen, Pfirsiche, auch Maronen. Unter den Bäumen biegen sich Büsche unter ihrer Last an Quitten und Marillen. Darunter wachsen Ranken voller reifer Brombeeren.
In der Mitte der Lichtung steht eine wunderschöne Frau in besten Jahren. Ein Kranz aus Herbstlaub schmückt IHR Haupt, IHR deutlich erkennbar schwangerer Körper ist in weite, wehende Gewänder von der Farbe reifen Obstes gehüllt. ... SIE lächelt Euch freundlich an – doch in IHREN grünen Augen glaubt Ihr einen Hauch Wehmut wahrzunehmen. ...
Die Muttergöttin öffnet freundlich IHRE Arme und lenkt Eure Aufmerksamkeit auf einen Altar, der vor Euch steht. Auf dem Altar liegt Eure persönliche Ernte dieses Jahres. ... Schaut sie Euch an. .. Nehmt Euch Zeit dafür. ... Betrachtet alles Schöne, das Ihr bekommen habt. ... Betrachtet all die Erfahrungen, die Ihr machen durftet. .... Betrachtet all Euren kleinen Siege, jedes warme Lächeln, jedes freundliche Wort, das Euch geschenkt wurde. ... All dies ist Eurer und niemand kann es Euch nehmen. ....
Die Göttin streicht sanft über Eurer Haar. IHRE Berührung ist wie Mondschein. SIE überreicht Euch einen Kelch und spricht zu Euch. IHRE Stimme ist wie das Flüstern des Windes im Herbstwald.SIE sagt:
„Mein liebes Kind, nimm diesen Kelch. Er ist mein persönliches Geschenk für dich.“
Nehmt den Kelch. Schaut hinein. Das was Ihr seht ist das Geschenk der Mutter Erde für Euch. ...
Die Göttin nimmt Euch nun an der Hand. ... SIE führt Euch zum Tanz. ... Ganz langsam. ... Schritt ... für Schritt ... für Schritt ... führt SIE Euch im Kreis um den Altar. ... Eine Trommel m Wald schlägt den Takt dazu. ... Atmet bei jedem Schritt ein.
Ganz bewusst . ....
Jeder Schritt .... Jeder Atemzug ... führt Euch zurück... ins hier.... und jetzt......
(c) Bild und Text Rabenzahl, zu Mabon 2007
...lieber Rabenzahl, danke frs Mitnehmen auf diesen Spaziergang, diese Reise ....frs Teilen dieser wunderbaren Impressionen... danke frs Fhlen und Sehen lassen, ergnzend zum eigenen Weg, Ritual... voller Wrme und Licht in die dunkle, khle Zeit ..
Hekate
Danke, lieber Rabenzahl
fr diese wundervollen Gedanken.
fhl dich umarmt
Iffi
Einfach nur: Thanks.....
Hallo Rabenzahl,
darf ich dein Mabon-Foto und einen Absatz deiner Geschichte fr das kostenlose und nicht kommerzielle Webzine Erdenkind verwenden? In der aktuellen Ausgabe wird es eine Mabon-Nachlese geben, zu der ich den Foto und den Absatz gern mit hinzu nehmen wrde, natrlich mit korrekter Quellenangabe!
Lieben Gru,
Mania
Hier der Link zum Erdenkind: http://www.mahkah.com/Erdenkind/index.htm