Wewelsburg 2007

Published on 09/13,2007

 

 

Angekommen, nachgekommen am Freitag Abend um 22 Uhr oder so machte ich mir noch keine Vorstellungen, was dieses Wochenende für mich bereit halten sollte. Es war dunkel, der Boden glitschig und ich war hundemüde vom Tag und noch etwas konfus von meiner Zahnbehandlung kurz vorher.

Aber das Lager stand schon, immerhin, die Kollegen hatten sich bereits alle Mühe gemacht. Erst am nächsten Morgen sollte man des ganzen Ausmaßes der Umstände gewahr werden...



Dies ist die Alme, ein nettes kleines Bächlein, dessen sanftes Rauschen direkt hinter unseren Zelten uns drei Nächte lang sanft in den Schlaf wiegte. Die Alme, das nette Bächlein, dass keine Mühe hatte, den vielen Regen aufzunehmen, der das Paderborner Land seit Tagen plagte. Das Paderborner Land, das vollgesogen war wie ein Schwamm.

Hatte ich unlängst erwähnt, dass das zweite Spectaculumswochenende in Bückeburg dies Jahr mit Woodstock zu vergleichen war? Ich ziehe meine Aussage zurück, denn:

Das hier war noch viel schlimmer! In B'burg konnte man wenigstens noch vereinzelt auf trockene Stellen (zumindestens unter Baldachin und Baum) treten und die Schlammpiste behinderte nur den Abbau und die Abfahrt. Das Gelände unterhalb der Wewelsburg war jedoch schon am Freitag Abend nicht mehr befahrbar. Sämtliche Fahrzeuge mussten per Trecker auf und von der Wiese hinunter gezogen werden. Und von Regenschauer zu Regenschauer wurde es nasser, sumpfiger, schlammiger - da nutzten auch die Tonnen an Stroh nicht, die über den Boden gestreut wurden....

 

 

Nicht einmal die Vögel des Falkners waren zur "Arbeit" zu bewegen - Alaska, der Adler, war so entnervt, dass er statt zu fliegen lieber über den Boden zu seiner Mahlzeit hin lief...Entsprechend war auch die Grundstimmung geprägt von bestenfalls Galgenhumor - aber selbst diesen suchte man meist vergeblich. Was schade war, denn immerhin waren wir hier auf einem Festival mit Mittelaltermarkt als Ambiente! Das heißt doch eigentlich: "PARTY!" Jedenfalls sollte es das heißen, vorrausgesetzt, die Orga der Veranstaltung .. ach, was beschwere ich mich eigentlich die ganze Zeit? Im großen und ganzen war diese - wohl letzte - Veranstaltung für das Greifenbanner in seiner bisherigen Form doch ganz nett.

So durfte ich Iffi und Eliphaz wiedersehen - beim Edelsteinhändler liefen wir uns über den Weg, welch Wunder *lach*! Nette Gespräche bestimmten das Treffen mit diesen beiden lieben Genossen und auch mit dem Friesen, dessen Bekanntschaft ich bereits vor ein paar Wochen in Mülheim machen durfte.

 

Über die Musik kann ich erstaunlicher Weise nur wenig sagen - zwar war sie allgegenwärtig, aber ich war mit meinen Gedanken ganz weit weg, so dass ich nur ein diffuses Hintergrunddudeln wahrnahm. Was jedoch auffiehl: die Soundchecks waren so gründlich und ausführlich, dass sich der Zeitplan schließlich am Sonntag um mehr als eine Stunde nach hinten verschob! Hab ja schon einiges erlebt, aber das war schon krass...

Wer alles spielte habe ich mir nicht gemerkt, allerdings sind Tanzwut und CorvusCorax als Headliner, sowie Eric Fish von Subway to Sally zu erwähnen.


Comments

  1. 09/14,2007 | 02:18

    NEtter Bericht, allerdings vermisse ich eine Bandnennung.

    RAPALJE

    Eine Band aus NL, die Irish Folk spielen und es tort des Regens geschafft haben das allen anwesenden Musik in die Beine schoss, worauf der schlamm nur noch tiefer wurde ;)

  2. 09/15,2007 | 20:55

    Oh ja,

    Rapalje, ich verga, pardon vielmals. Ich habe einfach mal die Bands erwhnt, die tatschlich gehrt habe - bzw. wo ich mir die Mhe gemacht habe, zur Bhne zu schliddern; gehrt hat man ja alle berall...

    Zwinker,

    Rabenzahl

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