Die zehnte Kerze

 

 

Die Sonne sinkt

Das Meer färbt rot sich

Im silbern' Spiegel Herbstlaub weht

Am Ufer steht SIE

Neigt das Haupt zum Horizont

Um IHRE Züge Freude ringt mit Gram 

Rabenzahl, zum zehnten Vollmond 2007


Meditation zu Mabon 2007

Schließt Eure Augen und öffnet Euer Herz. .. Spürt die warmen Strahlen der Herbstsonne auf Eurer Haut. Mit jedem Temzug atmet Ihr das Licht der rotgoldenen Sonne ein.

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Vor Mabon 2007


Vorbemerkung: Zu diesem Text höre man am besten das Lied "Mabon" von Omnia

Es wird kälter. Es wird dunkler. Lang schon steht kein Halm mehr auf den Feldern, doch Büsche und Bäume tragen noch schwer an bunter, süßer Last. Blätter fallen - ebenso Kastanien, was ich am Sonntag beinah schmerzhaft erfahren hätte... 

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Wasser überall II

Ceridwen

Aus deinem tiefen, brodelnd Kessel

Das Leben ich mit vollen Kelchen schöpfe 

Und rufend gieße:

"Über Berg' und Täler fließe!"

 

Hinfort es läuft, mit Rinnsal sich vereint

Von Bächen trennt, durch Schluchten rinnt

Von Stock und Stein gewendet

Den Weg durchs Erdenrund durchläuft

 

Von Göttern, Geistern, Mensch und Tier begleitet

Bis

Im dunklen Samhainwald der Kreis sich schließt

Im Kessel Ceridwens der Fluss wird münden

Mit den Wassern sich vereint

Bis

Das Leben 

Ich mit vollem Kelch werd schöpfen...

 


Die neunte Kerze

Cerridwen, Cerridwen
Dunkle Mutter höre mich
Cerridwen, Cerridwen
Öffne mein Herz
 
Cerridwen, Cerridwen
Schattenfrau und Nachtgestalt
Cerrisdwen, Cerridwen
Gib mir deinen Mut
 


Gedanken über die Natur des Wicca als Religion

In einer Community stellte sich die Frage, in wie weit man Wicca per Definition als Religion bezeichnen bzw. mit anderen Religionen vergleichen könne.

Meine Antwort war folgende:

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Gedanken über die Natur des Göttlichen

Bei den ganzen sich ständig wiederholenden Diskussionen und starrköpfigen interreligiösen "Dialogen" wird immer wieder auf den Unterschieden der Religionen (bzw. Konfessionen) herumgeritten, ein Schlaglicht immer wieder darauf geworfen, was trennt, nie auf das was eint.

Nehmen wir doch einfach mal die Worte eines Wiccans (Rabenzahl), die sicherlich auch von einem Monotheisten so unterschrieben werden könnten: 

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Frühe Ernte

 

Corn an' grain, corn an' grain

All that falls shall rise again 

 

Es ist soweit, ich hab's schon vor Monaten kommen sehen: Die Natur ist dem Kalender dieses Jahr um mindestens zwei Wochen vorraus.

Dass die sich nicht schämt!

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Die siebte Kerze

Stark - und schwanger - steht die Herrin,
das silbern Haar zurückgebunden,
blickt Sie über Haus und Hof.
 
"Eilt Euch!" ruft Sie, "Räumt die Scheuer!
Die Sensen schärft, das Rad ersetzt!
Viel zu tun ist bis zur Ernte,
 danach könnt ruh'n ihr, doch nicht heuer!"
 
Rabenzahl, zum siebten Vollmond 2007 


Sonnenwende

Wisst Ihr eigendlich, wie komisch es ist, wenn man in strömendem Regen zur Sonne betet? Aber der Blick vom Tippelsberg über Bochum war trotzdem überwältigend.

 

oṃ bhūr bhuvaḥ svaḥ
tát savitúr váreniyaṃ
bhárgo devásya dhīmahi
dhíyo yó naḥ pracodáyāt
 
Gayatrimantra, absichtlich ohne Übersetzung

 


Die sechste Kerze

Vom silbern Thron auf ebengleicher Höhe
den neugewählten König sie empfängt
zu krönen ihn mit Eichenlaub
 
Er aus ihren hell und weißen Händen
golden Zepter und der Gattin Segen
dankend nimmt entgegen
 
"Siehe Welt!" sie ruft
"Auf diesen weisen Herrscher höre!" 


Die fünfte Kerze und mehr

Also, so rein von der von mir geplanten Struktur des Blogs hätte das Gedicht vom Beltaine-Eintrag hierhin und die folgende Beschreibung dorthin gehört und das Bild oben sollte ebenfalls zum Beitrag von Dienstag, weil ebenfalls da entstanden..
  
Aber leider kann ich mir meine kreativen Phasen nicht aussuchen, also wird die ganze Sache wieder völlig unkoordiniert, mein Perfektionismus schreit "Zeter und Mordio", was mir jedoch völlig egal ist . 
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Beltaine 2007 - Berg und Tal


 

Singt zu mir
Ihr Geister der Luft
Sanft Euer Hauch

 

 

 

 
Singt zu mir 
Ihr Geister des Feuers
Hell Euer Schein
 
 
 
 

 
Singt zu mir
Ihr Geister des Wassers
Tief Eure Weisheit
 
 
 
 
Singt zu mir
Ihr Geister der Erde
Fest Euer Halt
 
 
Komm zu mir
Mein Geliebter
Voller Kraft
 
 

 
Komm zu mir
Meine Geliebte
Voller Liebreiz

 

 

Bring deinen Segen
Herr des Himmels
Spende Leben der Welt

 

 

 

 

 Empfange den Segen
Herrin der Erde
Spende Leben der Welt
 
 
Berühre die Erde, oh Himmel
Berühre den Himmel, oh Erde
Spendet Leben der Welt 
                               
Bild und Text von Rabenzahl, Beltaine 2007


Flötenweihe

Es muss nicht immer eine riesige Zeremonie sein. Manchmal - häufig - reicht eine Kerze, etwas Weihrauch, ein Glas Wasser, ein Stein, ein Lied. Einzeln oder alles zusammen. Manchmal reicht auch der Klang einer Flöte.
  
 


Beltainegedichte

In einem schönen Gedicht im Zwischenwelt-Forum haben Ruwenna und ich unsere Gedanken zum nahenden Beltainefest aus der Sicht der Götter formuliert.

Zugegeben, mein Beitrag ist nichts sonderlich Lyrisches oder Durchdachtes... Der Leser möge sich sein eigenes Urteil bilden...

 

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